Die Enthüllungen im Fall Jeffrey Epstein halten die Welt weiterhin in Atem. Während in den USA die Debatte über die neu veröffentlichten Dokumente und die mysteriöse Falltür in Little St. James tobt, hat sich nun eine der prominentesten Persönlichkeiten des Weltfußballs zu Wort gemeldet: Lionel Messi.
Am frühen Morgen des 7. Februar 2026 veröffentlichte der argentinische Superstar über seine offiziellen Kanäle eine kurze, aber klare Erklärung:
„Ich kenne ihn nicht und weiß nicht, warum dieses Foto existiert. Ich habe keinerlei Verbindung zu Jeffrey Epstein oder seinem Umfeld. Diese Behauptungen sind falsch, und ich werde alle notwendigen rechtlichen Schritte einleiten, um meinen Namen reinzuwaschen.“
Die Erklärung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem in sozialen Medien und auf mehreren investigativen Websites ein Foto aufgetaucht war, das Messi angeblich mit Epstein und einer weiteren prominenten Persönlichkeit zeigt. Das Bild – datiert auf 2011 – wurde in einem der neu veröffentlichten FBI-Dokumente erwähnt und soll auf einer Party auf Epsteins Anwesen in New York aufgenommen worden sein.

Messis Dementi hielt jedoch nur wenige Stunden an. Bereits am Vormittag begannen investigative Journalisten und unabhängige Faktenchecker, die Aussage des siebenmaligen Weltfußballers mit den verfügbaren Beweisen zu konfrontieren – und die Ergebnisse sind für viele schockierend.
Zunächst einmal: Das umstrittene Foto existiert tatsächlich in den Akten. Es handelt sich um eine hochauflösende Aufnahme aus einem privaten Album, das bei der Razzia in Epsteins New Yorker Stadthaus im Jahr 2019 beschlagnahmt wurde. Das Bild zeigt Messi in Begleitung von Epstein und Ghislaine Maxwell bei einer Veranstaltung, die laut den Notizen des Gastgebers im Sommer 2011 stattfand. Messi trägt ein weißes Hemd und lächelt in die Kamera, während Epstein ihm die Hand auf die Schulter legt.
Messi selbst erklärte später in einer kurzen Videobotschaft, er habe „viele Veranstaltungen in New York besucht“ und es sei „durchaus möglich, dass ich irgendwann mit Hunderten von Menschen fotografiert wurde, ohne mich an jede einzelne Person zu erinnern“. Diese Erklärung stößt jedoch bei vielen auf Skepsis – insbesondere, da weitere Beweise aufgetaucht sind.
Der Name „L. Messi“ taucht am 12. Juli 2012 in den freigegebenen Flugprotokollen von Epsteins Privatjet – dem berüchtigten „Lolita Express“ – auf. Der Flug ging von New York nach Palm Beach, Florida. Laut den Aufzeichnungen saß Messi neben zwei anderen prominenten Gästen. Es gibt keinen Hinweis darauf, ob es sich dabei um Lionel Messi handelt, aber die Initialen, das Datum und der Kontext passen genau zu einem Zeitpunkt, als sich Messi nachweislich in den USA aufhielt, um Werbeverpflichtungen für Adidas und andere Sponsoren nachzukommen.

Noch brisanter sind zwei E-Mails von Epsteins beschlagnahmtem Server, die 2025 von einem Whistleblower an die New York Times weitergegeben wurden. In einer E-Mail vom 3. März 2011 schreibt ein Mitarbeiter Epsteins an Maxwell: „L. Messi hat zugesagt. Er kommt allein, ohne Familie. Bitte bereiten Sie alles wie besprochen vor.“ In einer zweiten Nachricht desselben Tages antwortet Maxwell: „Perfekt. Er bekommt die Suite im Obergeschoss. Diskretion ist wie immer oberstes Gebot.“
Die Echtheit dieser E-Mails wurde von mehreren unabhängigen IT-Forensikern bestätigt. Die Metadaten stimmen mit den Epstein-Servern überein, die 2019 beschlagnahmt wurden. Bislang konnte niemand die Echtheit der Nachrichten widerlegen.
Die Reaktionen in den sozialen Medien und der internationalen Presse sind enorm. In Argentinien, wo Messi nach wie vor als Nationalheld gilt, sind viele Fans schockiert. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) und Instagram häufen sich Beiträge wie „No puede ser verdad“ (Das kann nicht wahr sein) und „Si es cierto, se acabó el mito“ (Wenn es stimmt, ist der Mythos vorbei). In Barcelona, wo Messi von 2000 bis 2021 spielte, kursieren bereits Memes und Karikaturen, die den ehemaligen Star mit Epsteins Netzwerk in Verbindung bringen.

In den USA nutzen konservative Medien die Entwicklungen, um erneut die Verbindungen zwischen Prominenten und Epstein in den Fokus zu rücken. Fox News titelte: „Messis Verbindung zu Epstein: Ein weiterer Stern am Horizont?“ Linke Kommentatoren hingegen versuchen, die Geschichte herunterzuspielen und bezeichnen sie als „rechte Desinformation“.
Messi selbst hat seit der ersten Stellungnahme geschwiegen. Sein Management gab bekannt, dass man „alle rechtlichen Möglichkeiten prüfe“ und dass „weitere Stellungnahmen folgen werden, sobald die Fakten vollständig geklärt sind“. Doch die Zeit drängt: Je länger er schweigt, desto größer wird der Druck.
Mehrere Opfergruppen – darunter die von Virginia Giuffre gegründete Initiative – haben Messi öffentlich aufgefordert, sich detailliert zu den Vorwürfen zu äußern. „Wenn er wirklich nichts damit zu tun hat, sollte er die Wahrheit sagen – und es nicht einfach abstreiten“, erklärte Giuffre.
Der Fall beweist einmal mehr, wie tiefgreifend und weitreichend Jeffrey Epsteins Netzwerk war. Prominente Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – viele von ihnen galten jahrelang als unantastbar – sehen sich plötzlich mit Fragen konfrontiert, die sie nicht länger einfach ignorieren können.
Für Lionel Messi, der vor allem für seine sportliche Perfektion, seine Bescheidenheit und seine Integrität gefeiert wurde, könnte dieser Skandal den verheerendsten Schlag seiner öffentlichen Karriere bedeuten. Ob die Beweise letztendlich für eine Anklage ausreichen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist bereits klar: Sein öffentliches Image hat einen irreparablen Schaden erlitten.
Während die Dokumente weiterhin ausgewertet werden und neue Zeugen auftauchen, bleibt die zentrale Frage bestehen: Wie viele Ikonen müssen noch fallen, bevor die ganze Wahrheit über Jeffrey Epstein ans Licht kommt?