Der FC Bayern München hat am Sonntag, den 11. Januar 2026, im Rahmen des 16. Bundesliga-Spieltages eine der beeindruckendsten Leistungen der laufenden Saison abgeliefert. Mit einem 8:1-Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg demonstrierten die Münchner ihre Überlegenheit und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf beeindruckende 11 Punkte aus.
Doch während die Tore von Luis Díaz (2), Michael Olise (2), Raphaël Guerreiro, Harry Kane, Leon Goretzka sowie zwei Eigentore (Kilian Fischer und Moritz Jenz) die Schlagzeilen dominierten, sorgte eine Aussage von Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer für die größte Überraschung nach dem Spiel.

In der Pressekonferenz nach der Partie im Allianz Arena äußerte sich Bauer mit ungewohnter Offenheit und Bewunderung über einen einzelnen Bayern-Spieler.
„Wir haben bereits gegen Dortmund und sogar gegen RB Leipzig gespielt, aber mein Team hat noch nie einen Spieler mit einer solchen ‚Magie‘ erlebt wie diesen Bayern-Spieler“, sagte der Trainer des VfL Wolfsburg.
„Er hat kein Tor erzielt, aber er war der Einzige, der mich im gestrigen Spiel wirklich überrascht hat.“

Obwohl Bauer den Namen nicht explizit nannte, passt die Beschreibung perfekt zu Michael Olise. Der 24-jährige Franzose, der im Sommer 2025 von Crystal Palace nach München gewechselt war, avancierte trotz fehlender Torbeteiligung in diesem Spiel zum heimlichen Star der Begegnung.
Mit zwei Torvorlagen, unzähligen Dribblings, intelligenten Pässen und einer permanenten Unruhe im Wolfsburger Strafraum verkörperte Olise genau jene „Magie“, die Bauer so beeindruckte.

Das Spiel begann furios. Bereits in der 5. Minute ging Bayern in Führung – allerdings durch ein Eigentor von Wolfsburgs Kilian Fischer, der einen gefährlichen Flankenball von Luis Díaz unglücklich ins eigene Netz lenkte. Die Gäste aus Niedersachsen zeigten jedoch Mut und antworteten prompt: In der 13.
Minute glich Dzenan Pejčinović nach Vorarbeit von Lovro Majer aus. Es war der Moment, in dem viele Beobachter hofften, Wolfsburg könnte den mutigen Ansatz von Trainer Bauer – „Wir wollen heute keinen Bus parken“ – tatsächlich umsetzen.
Doch ab der 30. Minute übernahmen die Bayern endgültig die Kontrolle. Luis Díaz köpfte eine präzise Ecke von Michael Olise zum 2:1 ein. Olise selbst war in dieser Phase kaum zu stoppen: Er dribbelte mutig, zog Verteidiger auf sich und schuf Räume für seine Mitspieler.
Seine Passgenauigkeit und sein Spielverständnis erinnerten an die besten Tage von Spielern wie Franck Ribéry oder Arjen Robben in ihren Glanzzeiten.
In der zweiten Halbzeit brach dann der Damm endgültig. Michael Olise erzielte in der 50. Minute das 3:1 – ein sehenswerter Distanzschuss nach Zuspiel von Konrad Laimer. Nur drei Minuten später unterlief Moritz Jenz ein weiteres Eigentor (4:1), wiederum nach einer gefährlichen Flanke von Olise.
Raphaël Guerreiro (68.), Harry Kane mit einem wunderschönen Freistoß-Kurvenball (69.) und Olise mit seinem zweiten Treffer (76., Vorarbeit Díaz) sorgten für Zwischenstände, die die Wolfsburger Defensive vollkommen überforderten. Den Schlusspunkt setzte Leon Goretzka in der 88. Minute mit seinem 50. Bundesliga-Tor zum 8:1-Endstand.
Michael Olise stand im Mittelpunkt aller Analysen. Obwohl er „nur“ zwei Tore erzielte und zwei Vorlagen gab, war seine Präsenz überragend. Er wurde 33-mal unter Druck gesetzt – mehr als jeder andere Spieler – und behielt dennoch die Nerven.
Seine Dribblings, seine Fähigkeit, enge Räume zu öffnen, und seine Kreativität machten ihn zum Albtraum für die Wolfsburger Abwehr. Genau diese Qualitäten meinte Daniel Bauer, als er von „Magie“ sprach.
Olise schuf nicht nur Chancen, er verunsicherte die gesamte Defensive, ohne dass er selbst immer im Rampenlicht stand – ein Merkmal echter Spielmacher.
VfL-Trainer Daniel Bauer, der erst im Herbst 2025 den Posten übernommen hatte, zeigte sich trotz der demütigenden Niederlage respektvoll. „Bayern ist in einer anderen Liga unterwegs“, räumte er ein. „Aber dieser eine Spieler – er hat etwas, das man selten sieht.
Er überrascht einen immer wieder, auch wenn er nicht trifft. Das ist pure Magie.“ Bauer betonte, dass sein Team gegen Top-Teams wie Dortmund oder Leipzig bereits gut mitgehalten habe, doch gegen Olise habe es keine Antwort gegeben.
Für den FC Bayern war der Sieg der perfekte Start ins Jahr 2026.
Trainer Vincent Kompany lobte die Einstellung seiner Mannschaft: „Auch bei 5:1 oder 7:1 weiterzupressen und Tore zu wollen – das macht uns aus.“ Kompany hob zudem die Mischung aus Erfahrung und Jugend hervor, die sein Team so gefährlich macht.
Harry Kane erreichte mit seinem Treffer die Marke von 20 Saisontoren nach nur 16 Spieltagen – ein neuer Meilenstein.
Für Wolfsburg hingegen war die Partie ein Desaster. Nach einem vielversprechenden Saisonstart rutschten die „Wölfe“ in die untere Tabellenhälfte ab. Die hohe Abwehrkette und der mutige Pressing-Ansatz erwiesen sich gegen Bayerns Tempospiel als fatal. Verletzungen und taktische Umstellungen in der zweiten Halbzeit halfen nicht mehr.
Dennoch: Der Respekt vor dem Gegner und insbesondere vor Michael Olise blieb bei allen Beteiligten groß.
Die Bundesliga hat mit diesem Ergebnis eine klare Botschaft erhalten: Der FC Bayern München ist in der Saison 2025/26 auf dem Weg zu einer historischen Dominanz.
Und Michael Olise entwickelt sich mehr und mehr zum entscheidenden Faktor – einem Spieler, der Spiele nicht nur durch Tore, sondern durch pure Magie beeinflusst.
Die Fans in der Allianz Arena feierten ihren neuen Star frenetisch. Und selbst in Wolfsburg wird man sich noch lange an diesen Sonntag erinnern – nicht nur wegen der acht Gegentore, sondern vor allem wegen der Worte ihres Trainers, die einen jungen Franzosen unvergesslich machten.