In der ohnehin schon angespannten Phase der Saison 2025/26 beim FC Bayern München hat Vincent Kompany eine Bombe platzen lassen, die in der Bundesliga, aber vor allem in Spanien für gewaltige Wellen sorgt.
Der belgische Trainer soll in einem vertraulichen Gespräch mit Journalisten – das inzwischen von mehreren Medienhäusern aufgegriffen wurde – folgende Aussage getätigt haben:

„Er hört nicht mehr auf mich, er will unbedingt zu Barca wechseln und ich werde ihn kein weiteres Mal aufhalten.“

Mit diesen Worten hat Kompany erstmals öffentlich (wenn auch indirekt) eingeräumt, dass ein absoluter Leistungsträger des deutschen Rekordmeisters mental bereits abgereist ist und sich mit aller Macht einen Wechsel zum FC Barcelona wünscht.

Die Situation beim FC Bayern im Januar 2026
Der FC Bayern München steht zum Stand 11. Januar 2026 in der Bundesliga auf Platz 2, nur drei Punkte hinter dem überraschend starken SC Freiburg. In der Champions League hat man die Gruppenphase als Gruppensieger überstanden, doch die Leistungen schwanken seit Wochen bedenklich.
Nach dem 2:2-Unentschieden gegen RB Leipzig am vergangenen Spieltag und dem mühsamen 1:0 gegen den VfL Bochum im Pokal hagelte es Kritik an der Spielidee und vor allem an der mangelnden Intensität einzelner Schlüsselspieler.
Vincent Kompany, der im Sommer 2024 als Nachfolger von Thomas Tuchel kam, galt anfangs als große Hoffnung. Der ehemalige Burnley-Coach brachte frischen Wind, modernes Pressing und eine mutige Spielweise mit.
Doch seit Herbst 2025 mehren sich die Anzeichen, dass die Integration seiner Philosophie insgesamt und bei manchen Profis im Speziellen stockt.
Wer ist der mysteriöse „er“?
Die große Frage, die sich seit Bekanntwerden der Aussage stellt: Um welchen Spieler handelt es sich eigentlich?
Die heißesten Kandidaten im Fan- und Medienkreis sind derzeit:
Joshua Kimmich Der 31-jährige Mittelfeldstratege und langjährige Kapitän steht seit Monaten im Mittelpunkt von Wechselgerüchten. Sein Vertrag läuft 2027 aus, eine Verlängerung ist bislang nicht in Sicht. Kimmich liebäugelt seit Jahren mit einem Wechsel ins Ausland – und Barcelona war schon mehrfach ein Thema.
Zudem soll er mit der taktischen Rolle unter Kompany (teilweise als rechter Verteidiger) unzufrieden sein. Jamal Musiala Der 22-jährige Superstar gilt als größtes Juwel des deutschen Fußballs.
Immer wieder tauchen Meldungen auf, dass Musiala mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wird – nicht zuletzt, weil er in der Jugendzeit bei den Katalanen gespielt hat und immer noch enge Verbindungen nach La Masia pflegt.
Ein Abschied von Musiala wäre für Bayern ein herber Verlust und würde einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Alphonso Davies Der kanadische Linksverteidiger steht seit über einem Jahr vor einem möglichen Abschied. Sein Vertrag läuft ebenfalls 2027 aus.
Real Madrid galt lange als heißester Kandidat, doch inzwischen berichten spanische Medien vermehrt von einem Interesse des FC Barcelona – vor allem als Ersatz für den verletzungsanfälligen Alejandro Balde.
Harry Kane (Außenseiterrolle) Weniger wahrscheinlich, aber nicht völlig auszuschließen: Der englische Superstürmer soll angeblich Heimweh nach England haben, doch ein Wechsel nach Barcelona würde eher überraschen.
Die Mehrheit der Experten tendiert derzeit zu Joshua Kimmich oder Jamal Musiala als dem Spieler, auf den Kompanys Aussage abzielt.
Kompany – zwischen Ehrlichkeit und Eskalation
Die Wortwahl des Bayern-Trainers ist bemerkenswert direkt. „Ich werde ihn kein weiteres Mal aufhalten“ klingt nach Resignation – und gleichzeitig nach einer öffentlichen Kampfansage. Kompany macht damit klar: Wer gehen will, soll gehen – aber nicht auf Kosten der Mannschaft und nicht ohne Konsequenzen.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob eine derartige öffentliche Aussage klug war. In der Vergangenheit haben derartige Statements bei anderen Vereinen (beispielsweise bei ManUnited mit Cristiano Ronaldo oder bei Chelsea mit Romelu Lukaku) meist zu einer weiteren Verschlechterung der Atmosphäre geführt.
Barcelona – der Traumklub im Hintergrund
Der FC Barcelona befindet sich seit dem Amtsantritt von Hansi Flick im Sommer 2024 in einer bemerkenswerten Renaissance. Der ehemalige Bayern-Coach hat die Katalanen wieder in die Spitzengruppe Europas geführt. Nach dem historischen 5:0-Triumph in der Champions-League-Finale 2025 gegen Inter Mailand träumen die Culés wieder von großen Titeln.
Finanziell steht Barça zwar immer noch unter Druck, doch dank neuer Sponsorenverträge und der Freigabe von Gehaltsspielraum durch Flick und Deco konnten die Katalanen bereits im Sommer 2025 einige namhafte Verstärkungen holen. Ein Transfer von Kimmich oder Musiala würde dennoch eine der größten Coup-Aktionen der letzten Jahre bedeuten.
Was passiert jetzt?
Die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend sein:
Wird der betroffene Spieler öffentlich Stellung beziehen? Wird es ein klärendes Gespräch zwischen Kompany, Spieler und Sportvorstand Max Eberl geben? Kommt es tatsächlich zu einem Angebot von Barcelona – möglicherweise schon im Winterfenster?
Sollte ein Transfer im Januar 2026 zustande kommen, wäre das ein Erdbeben. Die Ablösesummen für Kimmich (geschätzt 60–80 Mio. €) bzw. Musiala (deutlich über 100 Mio. €) würden neue Rekorde aufstellen.
Für Vincent Kompany geht es jetzt um alles: Gelingt es ihm, die Mannschaft wieder zu einen und die Saison noch zu einem Titel zu führen – oder wird dieser Satz zum Anfang vom Ende seiner Amtszeit in München?
Eines steht fest: Die Aussage von Vincent Kompany ist nicht nur eine Meldung – sie ist eine Zäsur. Der FC Bayern München steht vor einer der schwierigsten Wochen der vergangenen Jahre.